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Honig in Heisede

Was die wenigstens wissen und auch kaum zu sehen ist, weil sie im Verborgenem leben, ist, dass in Heisede eine Vielzahl von fleißigen Bienen leben. Um die 60 Bienenvölker nennt die Imkerin Marion Dunker ihr Eigen und hat diese in ganz Sarstedt, Ahrbergen und Umgebung verteilt stehen. Auch in Heisede ist sie aktiv und lässt ihre Tiere an den relevanten Stellen ausschwärmen.

Marion Dunker´s Internetseite

Denn Bienen sind für uns Menschen und ganz besonders die Natur wichtig. Nicht nur weil sie Honig produzieren, sondern auch weil sie die Blüten bestäuben und dadurch für eine reiche Ernte sorgen. Gleichgültig ob Laub-, Nuß- und Obstbäume oder Rose, Erdbeeren und Raps. Je fleißiger die Bienen die Blüten bestäuben können, um so ertragreicher die Ausbeute der jeweiligen Frucht. Ganz ohne Chemie.

So hat jedes Volk seinen eigenen “Einzugsbereich” und bei unserer heimischen Imkerin eine Buchstaben und Zahlenkombination, die seinen Standort auf dem Glas verrät. Akribisch genau kann Frau Dunker daher stets mitteilen, welches Glas von welchem Volk produziert wurde. Doch nicht nur das! Auch der wievielte Schleudergang es innerhalb eines laufenden Erntejahres gewesen war, lässt sich am Glas ablesen.

Gerade auch für Allergiker, die sich mit einem täglichen Löffel Bienenhonig versuchen auf bestimmte Pollen zu desensibilisieren, sind die Information von großer Bedeutung. Transparenter kann kaum ein Produkt sein. Honig pur und ohne Zusätze in verschiedenen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen. Einige Sorten habe ich auch immer zum Probieren im Laden angebrochen stehen und führe immer einen kleinen, saisonalabhänigen Bestand dieser Sorten:

Raps-Honig: cremig-fest, sehr süß , leicht fruchtig

Wald- und Blütenhonig: flüssig, malzig-würziger Geschmack

Lindenblütenhonig: flüssig, etwas herber mit leichter Mentholnote

Sommerblütenhonig: cremig-fest

Maihonig:

Rosenhonig:

Pro 500g Glas 6,00 €

 

Doch um dieses Vielfalt zu erhalten, müssen wir behutsam mit diesen empfindlichen Tieren und unserer Natur umgehen. In den letzten Wochen war verstärkt über das umstrittene Spritzmittel “Glyphosat” zu lesen. “Glyphosat” ist ein Pflanzenschutzmittel. Klingt gut, ist es aber nicht. Weil “Glyphosat” nämlich nicht nur die Frucht (Getreide, Raps, etc.) “schützt”, sondern den (Un-) Kräutern den Gar aus macht. Dieser Chemie-Keule wird eine krebserregende Wirkung nachgesagt. Zumindest von unabhängigen Instituten, wo gegen sich die Industrie natürlich wehrt.

Es ist in profanen Spritzmitteln wie u.a. “Round-up” zu finden, mit denen Otto-Normalverbraucher bisher in kleineren Mengen seine (Un-)Kräuter auf den Wegen und im Garten versuchte in den Griff zu bekommen und der Landwirt im großen Stil auf seine Felder ausbringt, um durch weniger Wildwuchs von (Un-)Kräutern einen höheren Ertrag zu erhalten. Gerade auch die Maismonokulturen zur Biogasgewinnung und die zunehmende Bodenversiegelung, machen den fleißigen Insekten auf den Feldern zu schaffen.

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Doch wie wirken solche Mittel auf die sensible Biene? Jeder Einsatz von Insektizieden, besonders den Neonikotinoiden wie Glyphosat, und Pestiziden stören das biologische Umfeld der Biene massiv und schwächen sie. Im Frühling 2008 starben am Oberrhein und Baden-Württemberg zehntausende von Völkern nach der Verwendung von “Clothianidin”. Es wurde sofort gehandelt und das Mittel vom Markt genommen und verboten. Trotzdem ist es der Industrie gelungen genau dieses Mittel ein Jahr später wieder zugelassen zu bekommen.

Im April 2013 verbot die EU-Kommission den Einsatz von drei als gefährlich und krebserregenden eingestuften Neonikotinoiden. Imker- und Umweltverbände hatten Alarm geschlagen! Allerdings nur für die begrenzte Zeit von zwei Jahren. Ob man da in der Hoffnung lebte, dass die Bienen die Chemie dann besser vertragen? Ein nicht nachvollziehbares Vorgehen.

Natürlich gibt es auch andere, natürliche Feinde, mit denen die Biene zu kämpfen hat. Unter anderem auch die Varroamilbe. Und es spielt natürlich auch immer die Witterung eine große Rolle beim Überleben. Es ist also ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Schlußendlich sollten wir den Einsatz von umstrittener Chemie aber überdenken. Zumal krebserregende Rückstände nicht nur den Bienen schaden, sondern auch dann auf unserem Teller landen. Wollen wir das?

 

 

 

 

 

 

Im Aufbau…. gebt mir bitte etwas Zeit